AD(H)S

 

Lernschwierigkeiten und Schulprobleme

Früher wurden diese Kinder als „Zappelphillipp“ bezeichnet und oft als unartig ausgegrenzt. Heute herrscht Einigkeit darüber, dass es sich um eine konstitutionelle Störung handelt, für die man weder Kinder noch Eltern moralisch verantwortlich machen kann. Vielmehr geht es nur um eines: die besondere Situation zu verstehen und zu helfen.
Lernschwierigkeiten und Schulprobleme belasten Kinder, Eltern und Lehrer. Daher
führen die individuellen und sozialen Probleme oft auch zum Kinderpsychiater
oder zum Psychologen.

Wie lassen sich Kinder verstehen, die aufgrund ihrer körperlichen und seelischen
Verfassung besondere Schwierigkeiten haben?
Wie kann man ihnen helfen?

Einige häufige Probleme sowie grundsätzliche therapeutische Möglichkeiten seien
hier angesprochen:

Die konstitutionelle Bewegungsunruhe kommt familiär gehäuft vor. Dabei äußerst es sich
bei Jungen überwiegend in Form von überschießender körperlicher Aktivitätsbereitschaft,
wohingegend sie sich bei Mädchen mehr innerlich als Gedankenchaos und seelische Unruhezustände bemerkbar macht. Letzteres wird nicht selten zunächst in der Schule als
„Minderbegabung“ gedeutet.

Die betroffenen Kinder haben bei aller Vielfalt ihrer Symptome eines gemeinsam: Es fehlt
ihnen die Fähigkeit der Aufmerksamkeitslenkung und Impulskontrolle. Daher auch der
Name „Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung“.
Manchmal wird die Bewegungsunruhe noch kompliziert durch andere Störungen wie „Tics“
und Teilleistungsstörungen, z.B. Legasthenie, isoliere Rechenschwäche, Schwierigkeiten,
gezielt zuzuhören, wenn mehrere sprechen, oder überhaupt Gehörtes zu verstehen.

Egal ob bei einem Kind oder Jugendlichen ein AD(H)S diagnostiziert wurde oder nicht, viele
Kinder und Jugendliche heute benötigen Unterstützung in ihrer Aufmerksamkeitssteuerung.

Folgende Förderung ist empfehlenswert:

  1. Reduzierung- und wenn möglich Ausschaltung von Symptomverstärkenden Umwelteinflüssen (Fernsehen, Nintendo,...)
  2. Medikamentöse Behandlung in Form von homöophatischen Konstitutionsmitteln.
  3. Rhythmus im Tagesablauf: Die Kinder brauchen von außen gute Zeitstrukturen.
    Für jeden Tag der Woche.
  4. Ausreichend körperliche Betätigung: Unruhige Kinder brauchen Bewegung! (Schulweg,
    Helfen bei der Gartenarbeit, Holzsägen, ...)
  5. Ruhig und übersichtlich gestalteter Arbeitsplatz: Auf dem Schreibtisch sollten nur die
    benötigten Utensilien für die jetzige Hausaufgabe liegen.
  6. Ernährung: Eine Ernährungsumstellung ist in jedem Fall einen Versuch wert. Meist
    reicht es schon aus, für ein- zwei Wochen genauestens die Ernährung zu beobachten
    und umzustellen. Das Kind wird bereit sein, da es schon sehr schnell eine Besserung
    feststellen wird.
Ernährungsempfehlung bei AD(H)S > PDF Download


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